GERMAATPOLYMER GMBH

Qualität

Geprüft nach DIN EN ISO, vergleichbar mit CAMPUS

Ein Compound ist so viel wert wie die Zahl dahinter

Sie kaufen kein Granulat, Sie kaufen ein Eigenschaftsprofil. Deshalb messen wir die Materialkennwerte unserer Compounds nach der Normung der DIN EN ISO. Alle Messdaten sind den Werten der CAMPUS-Datenbank für Kunststoffe vergleichbar.

Spezielle Eigenschaften lassen wir von unabhängigen Instituten prüfen. Moderne Compoundiertechnik und eine durchgehende Qualitätskontrolle sichern eine gleichbleibende, reproduzierbare Qualität – bei der ersten Charge wie bei der Nachbestellung zwei Jahre später.

Auf dieser Seite steht, wie wir das tun. Und wo wir noch keine Nachweise vorlegen können, steht das ebenfalls.

Was wir messen

Die Kennwerte werden am genormten Prüfkörper ermittelt, nicht am Bauteil. Nur so bleiben sie zwischen zwei Lieferanten vergleichbar.

KennwertPrüfungNorm
DichteAuftriebsverfahrenDIN EN ISO 1183
Schmelze-Massefließrate MFR / Volumenfließrate MVRKapillarrheometer mit PrüflastDIN EN ISO 1133
Zugmodul, Streckspannung, BruchdehnungZugversuch am VielzweckprüfkörperDIN EN ISO 527-1 / -2
Biegemodul, BiegefestigkeitDreipunkt-BiegeversuchDIN EN ISO 178
Charpy-Schlagzähigkeit, gekerbt und ungekerbtPendelschlagwerkDIN EN ISO 179-1
Izod-KerbschlagzähigkeitPendelschlagwerkDIN EN ISO 180
Wärmeformbeständigkeit HDT A / B / CBiegebelastung im WärmebadDIN EN ISO 75-1 / -2
Vicat-ErweichungstemperaturNadeleindringungDIN EN ISO 306
Füllstoff- und GlasfasergehaltVeraschung im MuffelofenDIN EN ISO 3451-1
FeuchtegehaltTrocknungsverlust bzw. Karl-Fischer-TitrationDIN EN ISO 15512
Kennwerterhebung insgesamtEinpunktdaten und MehrpunktdatenDIN EN ISO 10350-1 / DIN EN ISO 11403

Die aufgeführten Verfahren sind der branchenübliche Prüfumfang eines Compoundeurs. Welche davon im eigenen Labor gefahren werden und welche extern beauftragt sind, muss GERMAAT vor Livegang festlegen. Zeilen ohne Bestätigung werden gestrichen, nicht abgeschwächt.

Warum die Vergleichbarkeit mit CAMPUS zählt

CAMPUS ist der gemeinsame Nenner der Kunststoffbranche. Die Datenbank führt Kennwerte zusammen, die nach einheitlichen Vorgaben ermittelt wurden: Einpunktdaten nach DIN EN ISO 10350, Mehrpunktdaten nach DIN EN ISO 11403. Prüfkörpergeometrie, Konditionierung und Prüfgeschwindigkeit sind dabei festgelegt.

Wir messen nach denselben Vorgaben. Sie können unsere Werte also direkt neben das Datenblatt eines Konzernproduktes legen und vergleichen, ohne umrechnen oder relativieren zu müssen.

Eine Einschränkung gehört dazu: Vergleichbar heißt nicht gelistet. Unsere Typen sind kundenspezifische Einstellungen und stehen nicht als Katalogware in der CAMPUS-Datenbank. Die Werte kommen aus unserem Prüfbericht, nicht aus einer öffentlichen Datenbank.

Was unabhängige Institute prüfen

Eigenschaften, die über die Standardkennwerte hinausgehen, prüfen wir nicht selbst. Sie werden extern geprüft und bescheinigt. Das gilt vor allem für Brandverhalten, elektrische Eigenschaften und Langzeitverhalten.

Brandverhalten
Klassifizierung nach UL 94 in den Stufen V-0, V-1, V-2 und HB, entsprechend DIN EN 60695-11-10 und -11-20. Baustoffklassen B1 und B2 nach DIN 4102-1.
Glühdrahtprüfung
GWFI und GWIT nach DIN EN 60695-2-12 und -2-13 für Bauteile in der Elektroinstallation.
Kriechstromfestigkeit
CTI-Wert nach DIN EN 60112.
Elektrische Eigenschaften
Spezifischer Durchgangswiderstand und Oberflächenwiderstand nach DIN EN 62631-3-1 und -3-2 – die maßgeblichen Werte für antistatische und leitfähige Einstellungen.
Abschirmdämpfung
Schirmwirkung gegenüber hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung, geprüft nach ASTM D4935 an planaren Prüfkörpern. Relevant für unsere Nano-Compounds.
Bewitterung und Alterung
Künstliche Bewitterung nach DIN EN ISO 4892-2 für UV-stabilisierte und witterungsbeständige Typen.
Lebensmittelkontakt
Migrationsprüfung nach Verordnung (EU) Nr. 10/2011, sofern die Anwendung es verlangt.

Die Namen der beauftragten Prüfinstitute liegen nicht vor und werden bewusst nicht erfunden. GERMAAT benennt die Institute, dann erscheinen sie hier mit Prüfbereich. Bis dahin steht auf der Seite nur der geprüfte Gegenstand, nicht die Prüfstelle. Ebenfalls zu bestätigen ist, welche dieser Prüfungen tatsächlich beauftragt wurden.

Zertifikate

Hier stehen die Zertifikate, die wir vorlegen können – als PDF zum Herunterladen, mit Geltungsbereich und Gültigkeitsdatum.

Bis die Urkunden vorliegen, behaupten wir an dieser Stelle nichts. Wenn Sie für Ihre Lieferantenfreigabe einen bestimmten Nachweis brauchen, rufen Sie an. Wir sagen Ihnen, was wir zu Ihrem Projekt ausstellen können und was nicht.

    • Liegt eine Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 vor? Laut Konzept ist das offen und wird nicht unterstellt.
    • Weitere Managementsystem-Zertifikate, etwa DIN EN ISO 14001 oder DIN EN ISO 50001?
    • Konformitätserklärungen zu REACH und RoHS – wird pro Type oder pauschal ausgestellt?
    • Sicherheitsdatenblätter nach Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 Anhang II – für welche Typen vorhanden?
    • Lieferantenerklärung zur Präferenzursprungseigenschaft für Kunden mit Exportanteil?
    • Werksbescheinigung oder Abnahmeprüfzeugnis je Charge – welche Form wird ausgestellt?

    Chargendokumentation und Rückverfolgbarkeit

    Jede produzierte Menge bekommt eine Chargennummer. Über diese Nummer lässt sich zurückverfolgen, welche Rohstoffchargen eingesetzt wurden, auf welcher Linie und an welchem Tag gefahren wurde und welche Messwerte dabei ermittelt wurden.

    Das ist der Unterschied zwischen einer Reklamation, die man aufklären kann, und einer, über die man diskutiert. Nennen Sie uns die Chargennummer vom Sacketikett, dann können wir nachsehen.

    Prozess

    Prozesssicherheit an der Linie

    Probenahme an der Linie, Prüfung im eigenen Labor, Freigabe je Charge.

    Schemazeichnung der Compoundieranlage mit Dosierstationen, Extruderlinie, Silos und Abfüllung.
    Schema der Linie mit den Punkten der Probenahme.
    Geöffneter Granulator mit Einzugswalzen und Schneidrotor auf fahrbarem Gestell in der Fertigungshalle.
    Granulator mit Metallabscheider davor: kontrollierte Kornform, keine Fremdteile im Gebinde.

    Vier Stufen zwischen Rohstoff und Sack

    Prozesssicherheit ist keine Aufzählung von Geräten, sondern eine Kette. Jedes Glied entfernt einen anderen Fehler. Fällt eines aus, hilft das nächste nicht mehr.

    1. 01

      Gravimetrische Dosierung

      Jede Komponente wird nach Gewicht zugeführt, Basispolymer wie Additiv und Verstärkungsstoff. Seitendosierungen bringen Glasfaser und Füllstoff dort ein, wo die Schmelze sie schonend aufnimmt.

      Schützt vor Vor Rezepturabweichung zwischen Charge und Charge. Was gewogen wird, lässt sich belegen.

    2. 02

      Schmelzefiltration

      Die aufgeschmolzene Masse läuft vor der Granulierung durch ein Siebpaket.

      Schützt vor Vor Fremdpartikeln, Stippen und nicht aufgeschmolzenen Anteilen, die später als Fehlstelle im Bauteil sitzen oder die Heißkanaldüse zusetzen.

    3. 03

      Granulatsiebung

      Das fertige Granulat läuft über eine Siebmaschine mit Ober- und Unterdeck.

      Schützt vor Vor Überkorn, Langkorn und Staubanteil. Beides stört die Dosierung an Ihrer Maschine und führt zu schwankendem Schussgewicht.

    4. 04

      Metallabscheider

      Letzte Stufe vor der Verpackung. Metallische Verunreinigungen werden ausgeschleust.

      Schützt vor Vor Schäden an Schnecke, Zylinder und Werkzeug – dem teuersten Fehler in dieser Kette.

    5. 05

      Verpackung am Ende der Linie

      Die Compounds werden unmittelbar am Ende der Produktionslinie verpackt.

      Schützt vor Vor Umfüllvorgängen, Vermischung und Feuchteaufnahme im Zwischenlager. Was in den Sack läuft, kommt direkt aus der Linie.

    Das Labor

    Neue Rezepturen werden zunächst in kleinen Mengen produziert, anschließend labortechnisch untersucht und danach erneut optimiert. Dieser Weg funktioniert nur mit eigener Ausstattung im Haus.

    Zugprüfmaschine
    Zugmodul, Streckspannung, Bruchdehnung nach DIN EN ISO 527
    Pendelschlagwerk
    Charpy und Izod, gekerbt und ungekerbt
    HDT- und Vicat-Prüfgerät
    Wärmeformbeständigkeit und Erweichungstemperatur
    Schmelzindexprüfer
    MFR und MVR zur Kontrolle der Chargenkonstanz
    Analysenwaage mit Dichtebestimmung
    Dichte nach Auftriebsverfahren
    Muffelofen
    Glasfaser- und Füllstoffgehalt über Veraschung
    Feuchtebestimmung
    Restfeuchte vor der Verarbeitung, besonders bei PA, PBT und PC
    Umluft- und Vakuumtrockenschrank
    Konditionierung von Granulat und Prüfkörpern
    Labor-Spritzgießmaschine
    Herstellung genormter Vielzweckprüfkörper aus der Versuchscharge
    Spektralphotometer
    Farbabgleich gegen Farbmuster und Vorcharge

    Branchenüblicher Grundbestand eines Compoundeur-Labors. GERMAAT streicht, was nicht vorhanden ist, und ergänzt, was fehlt. Gerätehersteller und Typenbezeichnungen werden bewusst nicht angegeben.

    Werte zu einer konkreten Type

    Nennen Sie uns die Anforderung, dann bekommen Sie die Kennwerte der passenden Einstellung – und ein Muster, mit dem Sie selbst nachmessen können.

    AnrufenMuster anfordern