Leistungen
Ihre Rezeptur. Unsere Anlage.
Sie haben die Rohstoffe und die Rezeptur, wir haben den gleichlaufenden Doppelschneckenextruder mit gravimetrischer Dosierung, Seitendosierung, Mehrfachentgasung, Schmelzefiltration, Granulatsiebung und Metallabscheider. Wir fahren Ihr Material – sortenrein, dokumentiert und in der Verpackung, die zu Ihrer Weiterverarbeitung passt.
Anlagen
Auf diesen Linien läuft Ihre Rezeptur




Für wen sich das rechnet
Zielgruppe sind Verarbeiter mit eigener Rezeptur und ohne eigene Compoundieranlage – oder mit ausgelasteter Anlage.
Drei Fälle kommen regelmäßig vor: Sie haben eine Rezeptur entwickelt und wollen sie nicht in eine Konzernstruktur geben. Ihre eigene Linie läuft an der Kapazitätsgrenze und eine Serie muss trotzdem gefahren werden. Oder Sie brauchen eine Menge, für die sich das Umrüsten der eigenen Anlage nicht lohnt.
Wir liefern die Anlage, die Verfahrensführung und die Dokumentation. Die Rezeptur bleibt Ihre.
Anlagenausstattung
Die Compoundierung läuft auf gleichlaufenden Doppelschneckenextrudern. Die folgenden Aggregate stehen zur Verfügung.
- Gleichlaufender Doppelschneckenextruder
- Gleichlaufende Doppelschnecke mit segmentierter Schnecken- und Zylinderkonfiguration. Dispergier- und Verweilzeitverhalten lassen sich über die Schneckenkonfiguration an Ihre Rezeptur anpassen.
- Schneckendurchmesser: auf Anfrage
- Durchsatz: auf Anfrage
- Gravimetrische Dosierung
- Differenzialdosierwaagen für Basispolymer, Füllstoff und Additive. Die Einwaage wird über den Durchsatz geregelt und nicht über das Volumen, das hält die Rezeptur auch bei schwankender Schüttdichte konstant.
- Seitendosierung
- Zusätzliche Beschickung in die Schmelze. Glasfasern werden erst nach dem Aufschmelzen zugegeben, damit die Faserlänge im Compound erhalten bleibt. Auch für temperaturempfindliche Additive und hohe Füllgrade.
- Mehrfachentgasung
- Mehrere Entgasungszonen, atmosphärisch und im Vakuum. Restfeuchte, Monomere und flüchtige Bestandteile werden aus der Schmelze entfernt, bevor das Material die Düse erreicht.
- Stranggranulierung
- Standardweg für Zylindergranulat. Durchmesser rund 3 mm, Länge 3 bis 4 mm. Toleranzbereiche sind auf Wunsch verschiebbar.
- Unterwassergranulierung
- Für Kugel- und Linsenform sowie für Mikrogranulat. Durchmesser 2 bis 4 mm einstellbar, Mikrogranulat 1 bis 2 mm auf Wunsch. Die tatsächliche Form hängt von der Rheologie der Schmelze ab und ist nur begrenzt beeinflussbar.
- Schmelzefiltration
- Siebwechsler in der Schmelzeleitung. Hält Fremdpartikel und nicht aufgeschmolzene Bestandteile zurück, bevor sie in das Granulat gelangen.
- Feinheit der Siebkassette: je nach Rezeptur wählbar
- Granulatsiebung
- Absiebung von Über- und Unterkorn nach der Granulierung. Langkorn, Doppelkorn und Staub gelangen nicht in die Verpackung – das ist die Voraussetzung für ein dosiergenaues Verhalten in Ihrer Verarbeitung.
- Metallabscheider
- Abscheidung metallischer Fremdkörper im Granulatstrom vor der Absackung. Schützt Ihre Plastifiziereinheit und Ihr Werkzeug.
Ablauf in vier Schritten
01
Rezeptur und Machbarkeit klären
Sie übergeben Rezeptur, technische Verfahrensvorschrift und die Sicherheitsdatenblätter der Rohstoffe. Wir prüfen, ob die Rezeptur auf unserer Anlage fahrbar ist, und legen mit Ihnen Dosierreihenfolge, Temperaturprofil, Schneckenkonfiguration und Granulatform fest.
3 bis 5 Arbeitstage
02
Anlieferung und Wareneingang
Ihre Rohstoffe treffen im Werk ein. Wir erfassen sie chargenbezogen, wiegen sie ein und lagern sie getrennt von anderen Aufträgen. Beigestelltes Material wird nicht mit Fremdmaterial vermischt.
nach Ihrer Anlieferung
03
Anfahren und Bemusterung
Wir fahren die Anlage an und ziehen ein Muster aus der laufenden Produktion. Sie erhalten es zur Prüfung und Freigabe. Erst nach Ihrer Freigabe läuft die vereinbarte Menge.
1 Arbeitstag Anfahren, danach Ihre Prüfzeit
04
Serie, Verpackung, Dokumentation
Wir produzieren die vereinbarte Menge und verpacken unmittelbar am Ende der Produktionslinie in der Einheit, die zu Ihrer Weiterverarbeitung passt. Mit der Lieferung erhalten Sie die Chargendokumentation.
abhängig von Menge und Belegung
Nach der AGB-Regelung zur Lohnfertigung liegt die Bemusterung und die Messung des gefertigten Materials auf technische Eignung beim Auftraggeber. Wir empfehlen, die Prüfschritte und die Reaktionszeit vor Auftragsbeginn schriftlich festzulegen.
Vertraulichkeit und Rezepturschutz
Ihre Rezeptur ist Ihr Betriebsgeheimnis. Sie bleibt es auch bei uns.
Wir schließen vor der ersten Übergabe technischer Unterlagen eine Geheimhaltungsvereinbarung. Auf Wunsch verwenden wir Ihre Vorlage.
Die Rezeptur wird nicht in unser eigenes Produktionssortiment übernommen und nicht an Dritte weitergegeben. Sie wird ausschließlich für Ihre Aufträge verwendet.
Der Zugriff auf Rezepturdaten ist auf die Mitarbeiter beschränkt, die den Auftrag fahren und dokumentieren.
Rohstoffe, die Sie beistellen, werden getrennt gelagert und nicht mit Fremdmaterial vermischt.
Auf Wunsch führen wir Ihren Auftrag unter einer neutralen Auftragsbezeichnung ohne Nennung des Materials.
Formulierung der Geheimhaltungsvereinbarung, Aufbewahrungsfristen und Zugriffsregelung sind vor Livegang mit der Geschäftsführung abzugleichen.
Chargendokumentation
Jede Charge ist rückverfolgbar. Der Umfang der Dokumentation wird vor Auftragsbeginn vereinbart.
- Chargennummer je Produktionslos
- Eindeutige Nummer, die auf jeder Verpackungseinheit und auf dem Lieferschein steht.
- Rohstoffzuordnung
- Zuordnung der eingesetzten Rohstoffchargen zur produzierten Charge, einschließlich der von Ihnen beigestellten Ware.
- Mengenbilanz
- Einwaage, Ausbringung, Anfahrware und Restmenge werden gegenübergestellt.
- Prozessdaten
- Aufzeichnung der wesentlichen Fahrparameter der Charge.
- Prüfprotokoll
- Messung der vereinbarten Kennwerte nach DIN EN ISO im eigenen Labor. Welche Kennwerte geprüft werden, legen Sie mit uns fest.
- Rückstellmuster
- Rückstellmuster je Charge, aufbewahrt für 24 Monate.
Mengenrahmen
Die folgenden Werte sind Richtwerte für die Planung. Verbindlich wird der Mengenrahmen erst im Angebot.
- Erstbemusterung
- ab 100 kg
- Mindestlosgröße je Auftrag
- 500 kg
- Wirtschaftliche Losgröße
- ab 1.000 kg
- Vorlauf bis Produktionsbeginn
- 10 bis 15 Arbeitstage nach Freigabe
Aus rezepturtechnischen Gründen behalten wir uns Minder- oder Mehrlieferungen von bis zu 10 Prozent vor.
Verpackung am Ende der Linie
Die hergestellten Compounds werden unmittelbar am Ende der Produktionslinie verpackt.
- PE-Ventilsäcke 25 kg
- Auf Paletten bis 1.250 kg, maschinell eingeschrumpft.
- Oktabinen
- Materialmengen von 500 bis 1.250 kg.
- Big-Bags
- Materialmengen von 500 bis 1.250 kg.
- Kartons und Gitterboxpaletten mit Inliner
- Auf Anfrage.
- Abrufauftrag mit Zwischenlagerung
- Bei Abrufaufträgen lagern wir Ihre Ware bis zum Abholtermin im Werk ein.
Ihr Ansprechpartner
Rufen Sie an, bevor Sie ein Lastenheft schreiben. In zehn Minuten am Telefon ist meist geklärt, ob die Rezeptur auf unserer Anlage fahrbar ist.
Durchwahl und Foto folgen
Fragen
Häufige Fragen
- Bleibt unsere Rezeptur vertraulich?
- Ja. Wir schließen vor der Übergabe technischer Unterlagen eine Geheimhaltungsvereinbarung, auf Wunsch nach Ihrer Vorlage. Die Rezeptur wird nicht in unser eigenes Sortiment übernommen und nicht an Dritte weitergegeben. Der Zugriff ist auf die Mitarbeiter beschränkt, die den Auftrag fahren.
- Ab welcher Menge lohnt sich Lohncompoundierung?
- Eine Erstbemusterung fahren wir ab [100 kg]. Die Mindestlosgröße je Auftrag liegt bei [500 kg], wirtschaftlich wird es ab [1.000 kg]. Für kleinere Mengen sprechen Sie uns an – gerade dafür sind wir da.
- Können wir die Rohstoffe selbst beistellen?
- Ja, das ist der Regelfall. Sie liefern Basispolymer, Füllstoffe und Additive mit den zugehörigen Sicherheitsdatenblättern an. Auf Wunsch beschaffen wir einzelne Komponenten. Beigestelltes Material wird getrennt gelagert und chargenbezogen erfasst.
- Was passiert mit Anfahrware und Restmengen?
- Anfahrware und Restmengen weisen wir in der Mengenbilanz der Charge aus. Sie entscheiden, ob wir sie mitliefern, für Sie regranulieren oder entsorgen. Ohne Ihre Weisung wird nichts verwertet.
- Welche Dokumentation erhalten wir?
- Zu jeder Charge gehören Chargennummer, Rohstoffzuordnung, Mengenbilanz und ein Prüfprotokoll der vereinbarten Kennwerte nach DIN EN ISO. Welche Kennwerte geprüft werden und ob Prozessdaten und Rückstellmuster dazukommen, legen wir vor Auftragsbeginn gemeinsam fest.
Nächster Schritt
Wir melden uns innerhalb von [X] Arbeitstagen – mit einer Einschätzung, nicht mit einer Eingangsbestätigung.