GERMAATPOLYMER GMBH

Leistungen

Ihre Rezeptur. Unsere Anlage.

Sie haben die Rohstoffe und die Rezeptur, wir haben den gleichlaufenden Doppelschneckenextruder mit gravimetrischer Dosierung, Seitendosierung, Mehrfachentgasung, Schmelzefiltration, Granulatsiebung und Metallabscheider. Wir fahren Ihr Material – sortenrein, dokumentiert und in der Verpackung, die zu Ihrer Weiterverarbeitung passt.

Anlagen

Auf diesen Linien läuft Ihre Rezeptur

Doppelschneckenextruder mit zwei Dosiertrichtern und Schaltschrank in der Fertigung.
Doppelschneckenextruder mit Schaltschrank und Dosiertrichtern.
Gravimetrische Dosierstation aus Edelstahl mit Trichter, Dosierschnecke und fahrbarem Behälter.
Dosierung der Komponenten nach Rezeptur.
Wasserbad der Stranggranulierung aus Edelstahl mit anschließendem Granulator und Absaugschlauch.
Stranggranulierung mit Wasserbad; alternativ Unterwassergranulierung.
Zwei hohe Silos auf Stahlgerüst in der Halle, darunter die Absackung und palettierte Säcke mit Compound.
Silos und Absackung: Ihr Compound geht direkt ins vereinbarte Gebinde.

Für wen sich das rechnet

Zielgruppe sind Verarbeiter mit eigener Rezeptur und ohne eigene Compoundieranlage – oder mit ausgelasteter Anlage.

Drei Fälle kommen regelmäßig vor: Sie haben eine Rezeptur entwickelt und wollen sie nicht in eine Konzernstruktur geben. Ihre eigene Linie läuft an der Kapazitätsgrenze und eine Serie muss trotzdem gefahren werden. Oder Sie brauchen eine Menge, für die sich das Umrüsten der eigenen Anlage nicht lohnt.

Wir liefern die Anlage, die Verfahrensführung und die Dokumentation. Die Rezeptur bleibt Ihre.

Anlagenausstattung

Die Compoundierung läuft auf gleichlaufenden Doppelschneckenextrudern. Die folgenden Aggregate stehen zur Verfügung.

Gleichlaufender Doppelschneckenextruder
Gleichlaufende Doppelschnecke mit segmentierter Schnecken- und Zylinderkonfiguration. Dispergier- und Verweilzeitverhalten lassen sich über die Schneckenkonfiguration an Ihre Rezeptur anpassen.
  • Schneckendurchmesser: auf Anfrage
  • Durchsatz: auf Anfrage
Gravimetrische Dosierung
Differenzialdosierwaagen für Basispolymer, Füllstoff und Additive. Die Einwaage wird über den Durchsatz geregelt und nicht über das Volumen, das hält die Rezeptur auch bei schwankender Schüttdichte konstant.
Seitendosierung
Zusätzliche Beschickung in die Schmelze. Glasfasern werden erst nach dem Aufschmelzen zugegeben, damit die Faserlänge im Compound erhalten bleibt. Auch für temperaturempfindliche Additive und hohe Füllgrade.
Mehrfachentgasung
Mehrere Entgasungszonen, atmosphärisch und im Vakuum. Restfeuchte, Monomere und flüchtige Bestandteile werden aus der Schmelze entfernt, bevor das Material die Düse erreicht.
Stranggranulierung
Standardweg für Zylindergranulat. Durchmesser rund 3 mm, Länge 3 bis 4 mm. Toleranzbereiche sind auf Wunsch verschiebbar.
Unterwassergranulierung
Für Kugel- und Linsenform sowie für Mikrogranulat. Durchmesser 2 bis 4 mm einstellbar, Mikrogranulat 1 bis 2 mm auf Wunsch. Die tatsächliche Form hängt von der Rheologie der Schmelze ab und ist nur begrenzt beeinflussbar.
Schmelzefiltration
Siebwechsler in der Schmelzeleitung. Hält Fremdpartikel und nicht aufgeschmolzene Bestandteile zurück, bevor sie in das Granulat gelangen.
  • Feinheit der Siebkassette: je nach Rezeptur wählbar
Granulatsiebung
Absiebung von Über- und Unterkorn nach der Granulierung. Langkorn, Doppelkorn und Staub gelangen nicht in die Verpackung – das ist die Voraussetzung für ein dosiergenaues Verhalten in Ihrer Verarbeitung.
Metallabscheider
Abscheidung metallischer Fremdkörper im Granulatstrom vor der Absackung. Schützt Ihre Plastifiziereinheit und Ihr Werkzeug.

Ablauf in vier Schritten

  1. 01

    Rezeptur und Machbarkeit klären

    Sie übergeben Rezeptur, technische Verfahrensvorschrift und die Sicherheitsdatenblätter der Rohstoffe. Wir prüfen, ob die Rezeptur auf unserer Anlage fahrbar ist, und legen mit Ihnen Dosierreihenfolge, Temperaturprofil, Schneckenkonfiguration und Granulatform fest.

    3 bis 5 Arbeitstage

  2. 02

    Anlieferung und Wareneingang

    Ihre Rohstoffe treffen im Werk ein. Wir erfassen sie chargenbezogen, wiegen sie ein und lagern sie getrennt von anderen Aufträgen. Beigestelltes Material wird nicht mit Fremdmaterial vermischt.

    nach Ihrer Anlieferung

  3. 03

    Anfahren und Bemusterung

    Wir fahren die Anlage an und ziehen ein Muster aus der laufenden Produktion. Sie erhalten es zur Prüfung und Freigabe. Erst nach Ihrer Freigabe läuft die vereinbarte Menge.

    1 Arbeitstag Anfahren, danach Ihre Prüfzeit

  4. 04

    Serie, Verpackung, Dokumentation

    Wir produzieren die vereinbarte Menge und verpacken unmittelbar am Ende der Produktionslinie in der Einheit, die zu Ihrer Weiterverarbeitung passt. Mit der Lieferung erhalten Sie die Chargendokumentation.

    abhängig von Menge und Belegung

Nach der AGB-Regelung zur Lohnfertigung liegt die Bemusterung und die Messung des gefertigten Materials auf technische Eignung beim Auftraggeber. Wir empfehlen, die Prüfschritte und die Reaktionszeit vor Auftragsbeginn schriftlich festzulegen.

Vertraulichkeit und Rezepturschutz

Ihre Rezeptur ist Ihr Betriebsgeheimnis. Sie bleibt es auch bei uns.

Wir schließen vor der ersten Übergabe technischer Unterlagen eine Geheimhaltungsvereinbarung. Auf Wunsch verwenden wir Ihre Vorlage.

Die Rezeptur wird nicht in unser eigenes Produktionssortiment übernommen und nicht an Dritte weitergegeben. Sie wird ausschließlich für Ihre Aufträge verwendet.

Der Zugriff auf Rezepturdaten ist auf die Mitarbeiter beschränkt, die den Auftrag fahren und dokumentieren.

Rohstoffe, die Sie beistellen, werden getrennt gelagert und nicht mit Fremdmaterial vermischt.

Auf Wunsch führen wir Ihren Auftrag unter einer neutralen Auftragsbezeichnung ohne Nennung des Materials.

Formulierung der Geheimhaltungsvereinbarung, Aufbewahrungsfristen und Zugriffsregelung sind vor Livegang mit der Geschäftsführung abzugleichen.

Chargendokumentation

Jede Charge ist rückverfolgbar. Der Umfang der Dokumentation wird vor Auftragsbeginn vereinbart.

Chargennummer je Produktionslos
Eindeutige Nummer, die auf jeder Verpackungseinheit und auf dem Lieferschein steht.
Rohstoffzuordnung
Zuordnung der eingesetzten Rohstoffchargen zur produzierten Charge, einschließlich der von Ihnen beigestellten Ware.
Mengenbilanz
Einwaage, Ausbringung, Anfahrware und Restmenge werden gegenübergestellt.
Prozessdaten
Aufzeichnung der wesentlichen Fahrparameter der Charge.
Prüfprotokoll
Messung der vereinbarten Kennwerte nach DIN EN ISO im eigenen Labor. Welche Kennwerte geprüft werden, legen Sie mit uns fest.
Rückstellmuster
Rückstellmuster je Charge, aufbewahrt für 24 Monate.

Mengenrahmen

Die folgenden Werte sind Richtwerte für die Planung. Verbindlich wird der Mengenrahmen erst im Angebot.

Erstbemusterung
ab 100 kg
Mindestlosgröße je Auftrag
500 kg
Wirtschaftliche Losgröße
ab 1.000 kg
Vorlauf bis Produktionsbeginn
10 bis 15 Arbeitstage nach Freigabe

Aus rezepturtechnischen Gründen behalten wir uns Minder- oder Mehrlieferungen von bis zu 10 Prozent vor.

Verpackung am Ende der Linie

Die hergestellten Compounds werden unmittelbar am Ende der Produktionslinie verpackt.

PE-Ventilsäcke 25 kg
Auf Paletten bis 1.250 kg, maschinell eingeschrumpft.
Oktabinen
Materialmengen von 500 bis 1.250 kg.
Big-Bags
Materialmengen von 500 bis 1.250 kg.
Kartons und Gitterboxpaletten mit Inliner
Auf Anfrage.
Abrufauftrag mit Zwischenlagerung
Bei Abrufaufträgen lagern wir Ihre Ware bis zum Abholtermin im Werk ein.

Ihr Ansprechpartner

Rufen Sie an, bevor Sie ein Lastenheft schreiben. In zehn Minuten am Telefon ist meist geklärt, ob die Rezeptur auf unserer Anlage fahrbar ist.

Durchwahl und Foto folgen

Fragen

Häufige Fragen

Bleibt unsere Rezeptur vertraulich?
Ja. Wir schließen vor der Übergabe technischer Unterlagen eine Geheimhaltungsvereinbarung, auf Wunsch nach Ihrer Vorlage. Die Rezeptur wird nicht in unser eigenes Sortiment übernommen und nicht an Dritte weitergegeben. Der Zugriff ist auf die Mitarbeiter beschränkt, die den Auftrag fahren.
Ab welcher Menge lohnt sich Lohncompoundierung?
Eine Erstbemusterung fahren wir ab [100 kg]. Die Mindestlosgröße je Auftrag liegt bei [500 kg], wirtschaftlich wird es ab [1.000 kg]. Für kleinere Mengen sprechen Sie uns an – gerade dafür sind wir da.
Können wir die Rohstoffe selbst beistellen?
Ja, das ist der Regelfall. Sie liefern Basispolymer, Füllstoffe und Additive mit den zugehörigen Sicherheitsdatenblättern an. Auf Wunsch beschaffen wir einzelne Komponenten. Beigestelltes Material wird getrennt gelagert und chargenbezogen erfasst.
Was passiert mit Anfahrware und Restmengen?
Anfahrware und Restmengen weisen wir in der Mengenbilanz der Charge aus. Sie entscheiden, ob wir sie mitliefern, für Sie regranulieren oder entsorgen. Ohne Ihre Weisung wird nichts verwertet.
Welche Dokumentation erhalten wir?
Zu jeder Charge gehören Chargennummer, Rohstoffzuordnung, Mengenbilanz und ein Prüfprotokoll der vereinbarten Kennwerte nach DIN EN ISO. Welche Kennwerte geprüft werden und ob Prozessdaten und Rückstellmuster dazukommen, legen wir vor Auftragsbeginn gemeinsam fest.

Nächster Schritt

Wir melden uns innerhalb von [X] Arbeitstagen – mit einer Einschätzung, nicht mit einer Eingangsbestätigung.

AnrufenMuster anfordern