Leistungen
Aus Ihrem Abfall wird wieder Ihr Material.
Angüsse, Anfahrware, Stanzreste, Fehlchargen: Solange das Material sortenrein und aus erster Hand ist, machen wir daraus 1A-Regranulat. Auf Wunsch stabilisieren wir nach und modifizieren die Schlagzähigkeit, damit das Regranulat dieselben Werte erreicht wie die Neuware, aus der es entstanden ist.
Der Kreis schließt sich im eigenen Werk
In jeder Spritzgießerei fällt Material an, das nie ein Bauteil geworden ist: Angüsse, Anfahrware, Stanzreste, Fehlchargen. Es ist sortenrein, seine Herkunft ist bekannt, und trotzdem verlässt es das Werk meist als Abfall.
Wir nehmen dieses Material zurück und führen es Ihnen als Regranulat wieder zu. Sie senken Entsorgungskosten und Neuwarebedarf in einem Schritt und erfüllen Rezyklatvorgaben mit einem Material, dessen Herkunft Sie kennen: Ihrem eigenen.
Regranulierung ist bei uns kein Nebenprodukt. Sie läuft auf derselben Anlage und mit derselben Prüfung wie unsere Compounds.
Was wir annehmen
Die folgenden Kriterien sind Richtwerte. Ob Ihr Material geeignet ist, entscheidet die Prüfung eines Rückstellmusters – nicht die Tabelle.
- Materialarten
- PP, PE, GPPS, HIPS, ABS, SAN, ASA, PC, PC/ABS, PBT, PA6, PA66. Gefüllte und verstärkte Typen nach Prüfung.
- Sortenreinheit
- Sortenrein und aus erster Hand. Polymer, Type, Farbe und Füllstoffgehalt müssen bekannt sein. Mischfraktionen nehmen wir nicht an.
- Zulässiger Fremdanteil
- höchstens 0,5 Massenprozent
- Verschmutzung
- Trocken, frei von Öl, Fett, Trennmittel, Papier, Klebeband und Metall. Material aus geschlossener Lagerung, nicht bewittert.
- Anlieferform
- Angüsse, Stanzreste, Anfahrware, Fehlchargen, Fehlfarben, bereits vorhandenes Mahlgut. Anlieferung in Big-Bags, Oktabinen, Gitterboxen mit Inliner oder auf Paletten.
- Mindestmenge je Charge
- 500 kg
- Sinnvolle Jahresmenge
- ab 2 t
- Rückstellmuster vor Zusage
- 2 kg, repräsentativ aus dem Anfall gezogen
Was wir nicht annehmen
Diese Offenheit spart beiden Seiten Zeit.
- Vermischte Kunststofffraktionen ohne bekannte Zusammensetzung
- Post-Consumer-Sammelware aus dem Wertstoffkreislauf
- Verschmutztes, geöltes oder bewittertes Material
- Verbunde und Mehrschichtmaterialien, die sich nicht trennen lassen
- Material mit unbekannter Additivierung oder unklarer Vorgeschichte
- Material aus Anwendungen mit Gefahrstoffkontakt
Ablauf in fünf Schritten
01
Anfrage und Materialbeschreibung
Sie nennen Polymer, Type, Farbe, Füllstoff, Anfallmenge pro Jahr und die Anlieferform. Dazu senden Sie ein repräsentatives Rückstellmuster von [2 kg]. Ohne Muster keine belastbare Zusage.
Ihre Vorbereitung
02
Musterprüfung im eigenen Labor
Wir prüfen das Muster auf Sortenreinheit, Feuchte, Fremdanteil und Aschegehalt und bestimmen die für Ihre Anwendung maßgeblichen Kennwerte nach DIN EN ISO. Ergebnis ist eine von drei Antworten: Zusage, Zusage mit Auflage oder begründete Absage.
5 bis 10 Arbeitstage
03
Anlieferung und Wareneingang
Ihr Material trifft ein, wird gewogen, chargenbezogen erfasst und getrennt eingelagert. Es wird nicht mit Material anderer Kunden vermischt. Die Eingangsmenge geht in die Mengenbilanz ein.
nach Ihrer Anlieferung
04
Aufbereitung und Compoundierung
Falls nötig mahlen wir zunächst auf eine einzugsfähige Korngröße. Danach wird getrocknet und auf dem gleichlaufenden Doppelschneckenextruder compoundiert – mit Mehrfachentgasung, Schmelzefiltration, Granulatsiebung und Metallabscheider. Auf Wunsch stabilisieren wir nach und modifizieren die Schlagzähigkeit. Auf Wunsch färben wir ein oder heben den Füllgrad wieder auf den Sollwert an.
abhängig von Menge und Belegung
05
Prüfung und Rückführung
Wir messen die vereinbarten Kennwerte am fertigen Regranulat, verpacken in der von Ihnen gewünschten Einheit und liefern zurück – mit Chargennummer, Prüfprotokoll und Mengenbilanz. Das Material geht dorthin zurück, wo es hergekommen ist.
abhängig von Menge und Belegung
Der Unterschied zum Post-Consumer-Rezyklat
Hier entsteht Material aus bekannter Herkunft mit bekannter Historie – das ist der Qualitätsunterschied.
| Merkmal | Regranulat aus Ihrer Produktion | Post-Consumer-Rezyklat |
|---|---|---|
| Herkunft | Ein Werk, eine Anwendung, ein bekanntes Ausgangsmaterial | Sammelware aus vielen Quellen, Zusammensetzung schwankt |
| Vorgeschichte | Eine Verarbeitungshistorie, meist eine thermische Belastung | Unbekannte Nutzungsdauer, unbekannte Bewitterung, unbekannte Zahl an Aufbereitungen |
| Additivierung | Bekannt, weil die Ausgangsrezeptur bekannt ist | Nicht vollständig bekannt, Altadditive möglich |
| Fremdpolymeranteil | Bei sortenreiner Trennung nahe null | Je nach Sortierqualität vorhanden |
| Chargenkonstanz | Hoch, weil der Zulauf aus Ihrer eigenen Serie kommt | Abhängig von der Sammelcharge |
| Nachweisführung | Massenbilanz zwischen Ihrem Werk und unserem Werk, beide Seiten dokumentiert | Über Zertifizierungssysteme des Aufbereiters |
Post-Consumer-Rezyklat hat seine Berechtigung, gerade dort, wo Quoten aus Sammelware erfüllt werden müssen. Für technische Bauteile mit reproduzierbaren Kennwerten ist der geschlossene Kreis aus der eigenen Produktion der sichere Weg.
Nachweise für Kunden mit Berichtspflichten
Wer über Rezyklateinsatz berichten muss, braucht Belege und keine Zusicherungen. Diese Dokumente sind vorgesehen. Welche davon GERMAAT tatsächlich ausstellt, ist vor Livegang zu klären.
- Mengennachweis Eingang und Ausgang
- Wiegeprotokoll der angelieferten Menge und der zurückgeführten Menge, mit Ausbeute und Verlustanteil je Charge.
- Chargenbezogene Materialdokumentation
- Zuordnung Ihrer Eingangscharge zur ausgelieferten Regranulatcharge.
- Prüfprotokoll
- Messung der vereinbarten Kennwerte nach DIN EN ISO, vergleichbar mit den Werten der CAMPUS-Datenbank.
- Bestätigung der Kreislaufführung
- Schriftliche Bestätigung, dass die zurückgeführte Menge aus Ihrem eigenen Produktionsabfall stammt und keiner anderen Verwendung zugeführt wurde.
- Angabe des Rezyklatanteils je Lieferung
- Prozentualer Anteil des Regranulats im gelieferten Material, für Ihre eigene Berichterstattung verwendbar.
Auf dieser Seite wird keine Zertifizierung nach einem Rezyklat- oder Nachhaltigkeitsstandard behauptet. Ob GERMAAT eine solche Zertifizierung besitzt oder anstrebt, ist offen und vor Livegang zu klären. Bis dahin bleibt diese Aussage bewusst weg.
Was bringt das in Zahlen?
Geben Sie Materialart und Jahresmenge ein. Sie sehen, wie viel Neuware Sie ersetzen, welche Entsorgungskosten Sie vermeiden und welches CO2-Äquivalent dahintersteht. Berechnungsgrundlage und Quellen stehen offen unter dem Ergebnis. Das Ergebnis erhalten Sie auf Wunsch als PDF.
Zum Rezyklat-RechnerRezyklat-Rechner
Schätzung der Einsparung durch Regranulierung sortenreiner Produktionsabfälle aus der eigenen Fertigung.
Geschätztes Ergebnis pro Jahr
- Regranulat zurück
- 18.400 kg
- Eingesparte Neuware
- 26.680 EUR
- Vermiedene Entsorgung
- 2.400 EUR
- CO2-Äquivalent
- 26.680 kg CO2e
geschätzt, nach Ausbeute
geschätzt, ohne Transport
geschätzt
geschätzte Differenz zweier Faktoren
Geschätzter Kostenvorteil netto: 18.960 EUR pro Jahr
Abzüglich des Entgelts für die Regranulierung, ohne Transport. Die verwendeten Faktoren stehen vollständig unter diesem Ergebnis.
Dieser Rechner liefert eine überschlägige Schätzung, keine Messung und keine geprüfte Umweltkennzahl. Die Ergebnisse beruhen auf hinterlegten Durchschnittswerten für Neuwarepreise, Entsorgungskosten, Ausbeute und Emissionsfaktoren. Diese Werte schwanken nach Marktlage, Materialqualität, Standort und Auftragsgröße erheblich. Die vollständige Berechnungsgrundlage einschließlich aller verwendeten Faktoren, ihrer Systemgrenzen und ihrer Quellen ist unter dem Ergebnis offengelegt und kann nachgerechnet werden. Nicht berücksichtigt sind Transporte zwischen Ihrem Werk und Schwerin, Lagerung, Handling in Ihrem Betrieb, Qualitätsverluste über mehrere Verarbeitungszyklen sowie das Lebensende des Bauteils. Die CO2-Angabe ist eine rechnerische Differenz zweier Emissionsfaktoren und keine Ökobilanz nach DIN EN ISO 14040 und 14044, keine Produktkennzeichnung und keine geprüfte Umweltkennzahl im Sinne der europäischen Regeln zu umweltbezogenen Werbeaussagen (Green Claims). Die Ergebnisse dürfen nicht als Beleg für eine Umweltaussage gegenüber Dritten verwendet werden. Ein verbindliches Angebot und belastbare Zahlen für Ihren konkreten Fall erhalten Sie erst nach Prüfung eines Musters Ihres Materials.
Verwendete Faktoren
| Faktor | Wert | Systemgrenze und Quelle |
|---|---|---|
| Neuwarepreis Polypropylen (PP) | 1,45 EUR/kg | [Quelle eintragen: z. B. Marktpreisreihe für Standard- und Technische Thermoplaste, Europa, Spotpreis frei Haus] [Herausgeber eintragen], Stand [Monat/Jahr eintragen] |
| Entsorgungskosten Polypropylen (PP) | 0,12 EUR/kg | [Quelle eintragen: z. B. Entsorgungspreisliste des Entsorgers für sortenreine Kunststoffproduktionsabfälle] [Herausgeber eintragen], Stand [Monat/Jahr eintragen] |
| CO2-Faktor Neuware Polypropylen (PP) | 1,95 kg CO2e/kg | Cradle-to-Gate, Neuware. [Quelle eintragen: z. B. Eco-Profile / Umweltproduktdeklaration des Polymerherstellers oder Branchenverbands, Systemgrenze Cradle-to-Gate, GWP 100] [Herausgeber eintragen], Stand [Jahr der Datengrundlage eintragen] |
| Ausbeute der Regranulierung | 0,92 Anteil | Anteil des angelieferten Materials, der als verwendbares Regranulat zurückgeht. Der Rest entfällt auf Feuchte, Absiebung, Filterrückstand und Anfahrware. |
| Entgelt für die Regranulierung | 0,55 EUR/kg | Lohnentgelt je Kilogramm zurückgeführtem Regranulat, ohne Transport. |
| CO2-Faktor der Regranulierung | 0,5 kg CO2e/kg | Emissionen aus Mahlen, Trocknen, Compoundieren und Verpacken je Kilogramm Regranulat. Transporte sind nicht enthalten. |
| Transporte berücksichtigt | nein | Hin- und Rücktransport zwischen Ihrem Werk und Schwerin sind in der Rechnung nicht enthalten. Bei großer Entfernung verschiebt sich das CO2-Ergebnis spürbar. |
Rechenweg
Die Rechnung ist bewusst einfach gehalten und in vier Schritten nachvollziehbar. M ist die eingegebene Jahresmenge in Kilogramm, alle Faktoren stammen aus den Tabellen oben.
1. Zurückgeführte Menge
R = M × ausbeute
So viel Regranulat kommt aus der angelieferten Menge zurück und ersetzt Neuware.
2. Eingesparte Neuware
Neuwareersparnis [EUR] = R × neuwarePreisProKg
Menge an Neuware, die Sie nicht einkaufen müssen, bewertet mit dem hinterlegten Neuwarepreis.
3. Vermiedene Entsorgungskosten
Entsorgungsersparnis [EUR] = M × entsorgungskostenProKg
Bezugsgröße ist die gesamte angelieferte Menge, weil sie andernfalls vollständig entsorgt worden wäre.
4. Kostenvorteil netto
Kostenvorteil [EUR] = Neuwareersparnis + Entsorgungsersparnis − (R × regranulierungsentgeltProKg)
Vom Bruttovorteil wird das Entgelt für die Regranulierung abgezogen. Transportkosten sind nicht enthalten.
5. CO2-Äquivalent
CO2-Einsparung [kg CO2e] = R × (co2FaktorKgProKg − co2FaktorRegranulierungProKg)
Die vermiedene Neuwareproduktion wird gegen den Aufwand der Regranulierung gerechnet. Transporte, Lagerung und das Lebensende des Bauteils bleiben außen vor.
Geldbeträge werden auf volle 10 EUR gerundet, Mengen auf volle 10 kg, CO2-Werte auf volle 10 kg CO2e. Die Rundung soll die Genauigkeit nicht größer erscheinen lassen, als sie ist.
Beispielrechnung
PP, 20.000 kg Anfall pro Jahr, mit den oben hinterlegten Richtwerten
- R = 20.000 kg × 0,92 = 18.400 kg
- Neuwareersparnis = 18.400 kg × 1,45 EUR/kg = 26.680 EUR
- Entsorgungsersparnis = 20.000 kg × 0,12 EUR/kg = 2.400 EUR
- Entgelt = 18.400 kg × 0,55 EUR/kg = 10.120 EUR
- Kostenvorteil = 26.680 + 2.400 − 10.120 = 18.960 EUR
- CO2-Einsparung = 18.400 kg × (1,95 − 0,50) kg CO2e/kg = 26.680 kg CO2e
Der PDF-Versand des Ergebnisses kommt mit der Anbindung des Formularversands; bis dahin sprechen Sie uns direkt an.
Ihr Ansprechpartner
Schicken Sie ein Muster, bevor Sie eine Kalkulation aufsetzen. Was Ihr Material hergibt, zeigt die Prüfung – nicht die Vermutung.
Durchwahl und Foto folgen
Fragen
Häufige Fragen
- Was gilt als sortenrein?
- Sortenrein heißt: ein Polymer, eine bekannte Type, ein bekannter Füllstoffgehalt, eine bekannte Farbe. Angüsse aus einer Serie sind sortenrein, ein gemischter Behälter mit Resten aus drei Werkzeugen ist es nicht. Als Richtwert nehmen wir Material mit höchstens [0,5 Massenprozent] Fremdanteil an. Entscheiden tut die Musterprüfung.
- Erreicht das Regranulat dieselben Werte wie Neuware?
- Nicht automatisch. Jeder Verarbeitungszyklus belastet das Polymer thermisch und mechanisch, bei Polyamid kommt die Hydrolyse dazu, bei verstärkten Typen verkürzt sich die Faserlänge. Wir gleichen das aus, indem wir nachstabilisieren, die Schlagzähigkeit modifizieren oder den Füllgrad wieder anheben. Ob Ihre Zielwerte erreicht werden, zeigt die Prüfung des Musters – wir sagen es Ihnen vorher und nicht hinterher.
- Bekommen wir genau unser eigenes Material zurück?
- Ja. Ihr Material wird chargenbezogen erfasst, getrennt gelagert und nicht mit Material anderer Kunden vermischt. Die Mengenbilanz weist Eingangsmenge, Ausbeute und zurückgeführte Menge aus.
- Wie viel kommt von der angelieferten Menge zurück?
- Als Planungswert rechnen wir mit einer Ausbeute von [92 Prozent]. Der Rest entfällt auf Feuchte, Absiebung von Über- und Unterkorn, Filterrückstand und Anfahrware. Bei stark verunreinigtem oder feuchtem Material liegt die Ausbeute niedriger. Den tatsächlichen Wert nennen wir nach der Musterprüfung.
- Können wir das Regranulat mit Neuware mischen?
- Ja, das ist der übliche Weg. Wir liefern das Regranulat sortenrein zurück, oder wir mischen es auf Ihren Wunsch bereits bei uns in einem festgelegten Verhältnis mit Neuware ein und weisen den Rezyklatanteil je Lieferung aus. Welcher Anteil für Ihr Bauteil vertretbar ist, klären Sie über die Bemusterung.
- Taugen die Zahlen des Rezyklat-Rechners für unseren Nachhaltigkeitsbericht?
- Nein. Der Rechner liefert eine Schätzung auf Basis offengelegter Durchschnittswerte. Er ist keine Ökobilanz nach DIN EN ISO 14040 und 14044 und keine geprüfte Umweltkennzahl. Für eine Berichterstattung brauchen Sie belegte Mengen: Die liefern wir über Wiegeprotokolle, Chargendokumentation und die Mengenbilanz Ihrer tatsächlichen Aufträge.
Nächster Schritt
Wir melden uns innerhalb von [X] Arbeitstagen – mit einer Einschätzung, nicht mit einer Eingangsbestätigung.